Expertenausschuss TriProCom
Aufgabe
15 Experten aus der schulischen
beruflichen Bildung und der Schulverwaltungen entwickeln gemeinsam
Möglichkeiten der Kooperation mit beruflichen Schwerpunkten in der
Berufsorientierung oder beruflichen Erstausbildung.
- Aufbau
des ersten grenzüberschreitenden Netzwerkes Schule - Wirtschaft für den
Oberrhein
- Methoden
des beruflichen Fremdsprachenerwerbs (ProDialog)
- Angebote
von Firmenbesichtigungen im Nachbarland
- Angebote
von Schnupperpraktika im Nachbarland
- Organisation
von trinationalen Lehrerfortbildungen
- Vermittlung
von Schulpartnerschafen zwischen Beruflichen Schulen
- Aufklären
über die Bedeutung von Fremdsprachen im Beruf
Ziele
Am Oberrhein erzielt die
Wirtschaft in einzelnen Branchen und Regionen bis zu 40% ihres Umsatzes durch
grenzüberschreitende Kundschaft und Aufträge. Wir messen der Vorbereitung
Jugendlicher auf diese Lebenswelt höchste Priorität zu:
- Erwerb
berufsorientierter Fremdsprachenkompetenz Deutsch / Französisch
Jugendlicher
- Motivation
zum Erlernen der Nachbarsprache durch Erkennen des persönlichen Mehrwertes
- Verbesserung
der grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität: Abbau von sprachlichen
und psychologischen Vorbehalten
- Beitrag
zur Berufsfindungskompetenz „Welcher Beruf ist für mich geeignet?“
- Entwicklung
von Kenntnis und Verständnis für kulturelle Vielfalt (interkulturelle
Kompetenz)
- interkulturelle
Einblicke in berufliche Abläufe in Betrieben
- Vorbereitung
auf bi- und trinationale Studien- und Ausbildungsgänge
TriProCom ist seit dem 1.
September 2008 ein Interreg IV A gefördertes Projekt und bietet zahlreiche
Möglichkeiten der finanziellen Förderung für Jugendliche.
Weitere Details entnehmen Sie
bitte der Homepage von TriProCom >>>
Berichte von TriProCom Projekten
Émincé de volaille et "Schweineschnitzel"
Für die Klasse BEJ2 - Samantha Sliva
Am Morgen des 10. März bekam unsere Klasse BEJ2 Besuch von angehenden Köchen aus dem französischen Mulhouse. Dort befindet sich unsere Partnerschule, das Lycee Professionnel du Rebberg. Fünf Schüler, drei Jungen und zwei Mädchen wurden von ihren Lehrerinnen begleitet um mit uns zu kochen.
Anfangs war es schwer, sich mit ihnen zu verständigen, da sie kein Wort Deutsch oder Englisch sprachen – und wir kein Französisch. Aber recht schnell gewöhnten wir uns daran - die Kochrezepte waren ja im Vorfeld übersetzt worden - und schließlich klappte die Verständigung mit Händen und Füßen.
Am Mittag gab es dann das gemeinsam zubereitete Essen am festlich gedeckten Tisch. Suppen, Salate, Kartoffelbrei, Schnitzel und natürlich Dessert. Nach dem Abwasch unternahmen wir mit unseren Gästen einen Stadtbummel und brachten sie schließlich gegen vier Uhr zurück zum Bahnhof. Das Verabschieden fiel uns nicht so schwer, weil wir wussten, dass wir zwei Wochen später den Gegenbesuch in Frankreich antreten würden, um dort erneut mit ihnen zu kochen.
Am 24. März war es dann soweit. Wir trafen uns um acht Uhr am Bahnhof und fuhren mit dem roten Avanti-Bus etwa eine Dreiviertelstunde nach Mulhouse. Die Schule dort sieht ein bisschen wie unsere aus, ist aber umzäunt. In einer großen Kantine wurden wir von unseren französischen Freunden begrüßt, bekamen erst einmal Frühstück und wurden dann in die Küche gebracht. Dort sah alles etwas anders aus als bei uns: es gab Extra-Räume für Fleisch, Obst und Gemüse, getrennte Koch-, Anrichte- und Spülbereiche. Deshalb dauerte es auch sehr lange, dort alles wieder sauber zu machen. Dennoch, das Essen hat toll geschmeckt, es gab Geschnetzeltes mit Bandnudeln und Suppe. Auch in Mulhouse gingen wir noch gemeinsam in die Stadt und wurden schließlich gegen vier Uhr zu unserem roten Bus zurück gebracht. Wir verabschiedeten uns und kamen ein wenig erschöpft und müde um kurz vor fünf wieder in Freiburg an.
Der Tag in Frankreich war toll, die Schüler sehr nett, die Stadt echt schön und wir würden beim nächsten Austausch auf jeden Fall wieder dabei sein.
Gewagt und gewonnen - Werkrealschüler machen ein TriProCom-Praktikum in Sélestat
Sie erprobten ihre Französischkenntnisse im Office de Tourisme, in der Schreinerei Taglan, als Jugendbetreuer, in der Stadtgärtnerei und der städtischen KFZ- Werkstatt. Natürlich waren die Schüler bei diesem Abenteuer aufgeregt - ein Praktikum im Ausland in einer Fremdsprache, aber sie wurden für Ihren Mut belohnt und sehr freundlich empfangen. "Es war zwar anstrengend, aber lohnend, und wir würden es nochmal machen". Auch für die französischen Betreuer war es eine neue und positive Erfahrung. Sie waren zufrieden mit den deutschen Praktikanten und hätten diese gern länger in ihren Betrieben aufgenommen. "Sie können wiederkommen", hörten die Schüler zum Abschied. Ein besseres Lob gibt es wohl kaum!
Bau von Nistkästen für bedrohte Vogelarten am Oberrhein

Bei einem ersten Treffen in Saverne hatte zunächst der Biologe Hans Borlinghaus die Grundlagen zum Verständnis für die bedrohten Vogelarten besprochen, woraufhin die Schüler erste Pläne für die Nistkästen am PC entwarfen.
In den Werkstätten der BBS wurden dann die Nistkästen gebaut und anschließend von deutsch-französischen Schülertandems präsentiert. "Es war schon ein komisches Gefühl nach Frankreich zu fahren und nicht zu wissen, was uns da erwartet", gesteht ein deutscher Schüler. "Aber schlussendlich haben wir uns mit Händen und Füßen verständigt und waren sehr beeindruckt von der französischen Schule". Dieses grenzüberschreitende Projekt kann als voller Erfolg verbucht werden und wird sicherlich weitergeführt werden: die beteiligten Schüler haben bereits den konkreten Wunsch geäußert, sich bald wieder zu treffen, um unter anderem ein gemeinsames Fußballturnier zu veranstalten.
Weitere Fotos vom Treffen >>>