Ein
Orientierungsrahmen für den
Oberrhein
"Der Wind weht nur dem
günstig, der weiß wohin er geht" SENECA
1.
Ausgangslage Ende 1996 erhielt eine Gruppe von vier
Planungsbüros von der Oberrheinkonferenz den Auftrag,
realistische und konkrete Ansatzpunkte für eine gemeinsame
grenzüberschreitende Raumordnungspolitik am Oberrhein
aufzuzeigen. Diese Arbeit wurde in enger Zusammenarbeit mit
der Arbeitsgruppe "Raumordnung" der Oberrheinkonferenz und
insbesondere mit einer speziell für dieses Projekt
einberufenen Expertengruppe durchgeführt.
Am Anfang
standen Fragen:
-
Wie lässt sich der Oberrhein mit räumlichen,
wirtschaftlichen, sozialen, umweltbezogenen, städtischen und
institutionellen Merkmalen beschreiben ?
-
Welche Stellung nimmt der Oberrhein im Vergleich zu
anderen grenzüberschreitenden Gebieten oder Regionen ein
?
-
Welches sind seine Stärken und seine Schwächen
?
-
Welche Entwicklungstendenzen, welche Risiken und
Chancen bestehen?
-
Welche internen und externen Bedingungen "lasten" auf
der Entwicklung des Oberrheingebiet ?
-
Wie sieht die mögliche und wünschenswerte Zukunft des
Oberrheins aus?
2. Entscheidende Merkmale des heutigen
Oberrheingebietes
Ein zentraler Raum in Europa,
jedoch am Rande der jeweiligen Staaten Alle Regionen, aus
denen sich der Oberrhein zusammensetzt, sind in ihren Staaten
Randgebiete. Jedoch gehört das Oberrheingebiet mit einer der
höchsten Bevölkerungsdichte zum dynamischsten Teil des
Gemeinschaftsraums.
Ein Städtenetz ohne
Vorherrschaft
Das strukturelle Gefüge der
Städte am Oberrhein ist außergewöhnlich. Das besondere Merkmal
dieser dicht besiedelten Region besteht darin, dass die
Vernetzung ihrer städtischen Zentren nicht durch die
Vorherrschaft einer Metropole geprägt ist.
Ein
vielseitiger und dynamischer Raum
Der Oberrhein
zieht nicht nur Vorteile aus seiner geologischen und
geographischen Einheit, sondern auch aus seiner vielfältigen
Beschaffenheit. An erster Stelle kommt die menschliche
Vielfalt, da er eine Nahtstelle für kulturelle Begegnungen und
Konfrontationen bildet. Dann folgt die wirtschaftliche
Vielseitigkeit, da die wirtschaftliche Kraft des Oberrheins,
die sich auf den Gesamtraum verteilt, sämtliche
Wirtschaftssektoren umfaßt, von denen keiner eine zu starke
Vormachtstellung einnimmt. Diese Vielfalt wird auch durch
die Dynamik der Hochschuleinrichtungen verdeutlicht. Die
städtischen Zentren entwickeln eigene "Ausbildungsprofile",
die sowohl spezifisch, variiert und komplementär sind und dies
in Zusammenarbeit mit wichtigen und hoch qualifizierten
Forschungszentren.
Ein attraktiver jedoch
empfindlicher Raum
Die Attraktivität des
Oberrheins steht sowohl für seine Bewohner als auch für
Investoren außer Frage, jedoch darf nicht vergessen werden,
dass es sich auch um einen empfindlichen Raum
handelt.
Zuerst einmal, weil es sich um einen
ökologisch geschlossenen Raum handelt mit den daraus folgenden
Konsequenzen für das Klima, die Wasserressourcen, die
Vegetation, USW...
Doch auch der menschliche Reichtum
am Oberrhein ist wie in vielen anderen europäischen Regionen
durch die Überalterung der Bevölkerung, insbesondere in den
großen Ballungsräumen, gefährdet. Dieses Phänomen könnte die
Dynamik der städtischen Zentren belasten, die als Zugpferde
die Entwicklung des Gesamtraums, auch der ländlichen Gegenden,
vorantreiben.
Eine rasante Entwicklung der
Kooperation, die es zu festigen gilt
Die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein ist
verbreitet und stützt sich auf zahlreiche Strukturen, die
sowohl Städte als auch übergeordnete Körperschaften
miteinander verbindet. In der Trinationalen Agglomeration
Basel (TAB) ist die Kooperation zwischen den Städten besonders
stark entwickelt, dies gilt für die Verwaltung
gemeinschaftlicher Versorgungsstrukturen und auch für die
Erarbeitung von Projekten.
3. Die
Positionierung des Oberrheingebietes
3.1
Der Oberrhein in Europa
Nach den statistischen
Daten von EUROSTAT gehört der Oberrhein unbestreitbar zu den
privilegierten Regionen Europas und verfügt über wichtige
Trümpfe, um sich in den nächsten Jahren auf einem guten
Entwicklungsniveau zu halten. Allerdings ist die zukünftige
Entwicklung des Oberrheingebietes im Vergleich zu ähnlichen
Regionen weniger gesichert.
Zwei entscheidende
Tatsachen sind festzuhalten:
1. Natürliche Barrieren
grenzen das Gebiet auf drei Seiten ein und behindern einen
reibungslosen Verkehr von Personen und Gütern. Es besteht das
Risiko, dass die großen internationalen Verkehrsströme in
Richtung Ost-West (Metz-Mannheim-Frankfurt) und Nord-Süd
(Frankfurt-Stuttgart-München und auch Mailand-München) den
Oberrhein umgehen. Die lückenhafte interne Vernetzung der
Infrastrukturen verstärkt dieses Risiko.
2. Das
empfindliche demographische Gleichgewicht und das
Nichtvorhandensein einer metropolitanen Konurbation am
Oberrhein stellen Hindernisse dar, die zwar überwindbar sind,
jedoch seine Entwicklung erschweren.
3.2 Der
Oberrhein und andere grenzüberschreitende
Regionen
Der Vergleich verdeutlicht
Unterschiede und Ähnlichkeiten und erlaubt die Bestimmung von
Aktionsfeldern, die zu zentralen Elementen und vorrangigen
Zielsetzungen einer künftigen grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit am Oberrhein werden könnten:
-
Entwicklung der grenzüberschreitenden regionalen
Verkehrsinfrastuktur (vor allem des öffentlichen
Verkehrswesens)
-
Austausch und Zusammenarbeit im Wirtschafts- und
Bildungsbereich (Ausbildungen mit doppelt anerkannten
Diplomen, insbesondere im technologis-chen und
professionellen Bereich)
-
Komplementarität zwischen den städtischen
Ballungsgebieten (vor allem bezüglich ihrer
Großeinrichungen)
-
kulturelle und sprachliche Integration (vor allem
durch die Einführung einer zweisprachigen und
interkulturellen Ausbildung, die sich über die gesamte
Schulzeit erstreckt)
3.3 Herausforderungen für die Zukunft des
Oberrheins:
-
aufrechterhalten der Attraktivität des Lebensraums
und schonender Umgang mit den empfindlichen Räumen der
Region
-
stärken der Vitalität der großen Zentren, aufwerten
der Zwischenräume durch das Weiterzuentwickeln der kleinen
und mittleren Zentren zu funktionierenden
Städtenetzen
-
fördern von Partnerschaften zur funktionalen
"Arbeitsteilung" zwischen Zentren zur Vermeidung Konkurrenz
-
stärken der Rolle der Region als Verbindungsraum
zwischen zwei tangentialen Entwicklungsachsen
(Frankfurt-Stuttgart-Wien sowie Mailand-Zürich-München),
wobei es zu verhindern gilt, dass der Oberrhein zu einer
reinen Transitzone für Fernverkehr wird ohne dabei der
Region einen Zuwachs an Wertschöpfung zu
garantieren.
-
aufbauen eines grenzüberschreitenden Netzes des
öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Anschluss an die
großen europäischen Verkehrsnetze, um sicher zu gehen, dass
die Region vom internationalen Verkehr nicht umgangen
wird.
-
erstellen von gemeinsamen wirtschaftlichen
Gesamtprojekten, die sich die Stärken der Region zu Nutzen
machen.
-
schaffen der notwendigen institutionellen,
finanziellen und juristischen Instrumente zur Durchführung
und Entwicklung gemeinsamer Projekte
-
fördern der Zweisprachigkeit am Oberrhein, um den
grenzüberschreitenden Austausch und das gegenseitige
Verstehen zu erleichtern.
3.4 Externe
Entwicklungsbedingungen
Die Zukunft des
Oberrheins wird zum größten Teil von Faktoren bestimmt, die
mit der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb Europas sowie
weltweit zusammenhängen. Da diese wirtschaftlichen, sozialen
und politischen Veränderungen nicht wesentlich beeinflußt
werden können, sollte man sich am Oberrhein im voraus auf sie
einstellen, sie im Entwicklungskonzept berücksichtigen und die
Raumordnungspolitik entsprechend planen, um die besten lokalen
Voraussetzungen gegenüber diesen Veränderungen zu
schaffen. Zu diesen Entwicklungsfaktoren gehören die
geographischen Veränderungen in Europa, die Umwelt, die
Demographie, soziale Rahmenbedingungen, die Entwicklung der
Technologie, die Globalisierung, Veränderungen des
Produktionsapparats und die institutionellen
Rahmenbedingungen.
-
Europa erlebt zurzeit eine vollständige Umgestaltung
zugunsten der städtischen und dicht besiedelten Regionen
entlang den großen, gut erschlossenen Entwicklungsachsen,
wie z.B. das Rheintal. Die fortschrittlichsten Regionen
vermehren ihre Vorteile: ausgezeichnete internationale
Verbindungen, guter Ausbau der Telekommunikations- und
Verkehrsnetze, hohes Ausbildungsniveau der Bevölkerung,
moderne und leistungsfähige Produktionsstrukturen, großes
Angebot an Dienstleistungen. Sie konzentrieren eine immer
höhere Anzahl an Arbeitsplätze, zum Nachteil der Kleinstädte
und der ländlichen Gebiete, wodurch sich die räumlichen
Unterschiede verschärfen.
-
Die Verkehrsströme zwischen den dynamischsten
Regionen Europas nehmen aufgrund der neu erstellten
grenzüberschreitenden Verbindungen an Volumen zu. Zum
Beispiel verbindet eine neue und intensivere
"Arbeitsteilung" Deutschland mit Italien und führt zu einer
Zunahme der Güterverkehrsströme über die Alpen. Im Gegensatz
zu dieser Tendenz kann die Öffnung der osteuropäischen
Länder dazu beitragen, andere, weiter östlich gelegene
Achsen, wie die Verbindung
Danzig-Prag-Nürnberg-München-Venedig,
wiederzubeleben.
-
In Bezug auf die Umwelt sind Verlauf und Auswirkungen
der derzeitigen Veränderungen noch ungewiß. Die meisten
Experten sind der Ansicht, dass die Erwärmung des Klimas
eine große Bedrohung darstellt. Es sollte darauf geachtet
werden, dass Investitionen bevorzugt in Anlagen fließen, die
zu jeder Jahreszeit benutzt werden können, anstatt
umfangreiche Mittel für Großanlagen aufzubringen, deren
Nutzung lediglich im Winter möglich ist. Das Rheintal könnte
durch seine relativ windgeschützte Lage von
Klimaschwankungen beeinträchtigt werden; unvorhersehbare
meteorologische Einflüsse führen bereits zu Problemen
aufgrund der Smogbildung und machen punktuell Maßnahmen zur
Einschränkung des Pkw-Verkehrs erforderlich.
-
Weltweit kann ein ungleiches Verhältnis des
Bevölkerungswachstums zwischen Industrieländern und weniger
entwickelten Ländern festgestellt werden. In den
Industrieländern steigt der erwerbsfähige Anteil der
Bevölkerung trotz des starken Geburtenrückgangs weiterhin
an, da die Anzahl derjenigen, die auf dem Arbeitsmarkt
eintreffen noch immer die Zahl derjenigen, die ihn
verlassen, übertrifft ; dies wird durch die zunehmende
Erwerbstätigkeit der Frauen verstärkt. Jedoch dürfte sich
diese Tendenz ab dem ersten Jahrzehnt des nächsten
Jahrtausends umkehren. Die Probleme, die es aufgrund der
unzureichenden Dynamik bei der Schaffung von Arbeitsplätzen
in den europäischen Wirtschaftsländer während den letzten 20
Jahren gab, könnten schrittweise abgebaut
werden.
3.5 Mechanismen der internen
Entwicklung
Diese globalen Veränderungen wirken
sich bereits sichtbar auf das Oberrheingebiet aus und neu
aufkommende Veränderungen könnten einen Bruch mit früheren
Tendenzen zur Folge haben. Es handelt sich vor allem um die
Variablen Umwelt, Demographie, Wirtschaft, Siedlungsstruktur
und Verkehr. Hier als Beispiel die Mechanismen in Bezug auf
die Umwelt: Die Umwelt des Oberrheins ist noch relativ gut
intakt; sie trägt erheblich zur Lebensqualität der Einwohner
bei und ist ein attraktiver Faktor für zahlreiche
wirtschaftliche Aktivitäten (insbesondere für den
Fremdenverkehr). Doch der relativ geschlossene Charakter des
Rheingrabens macht ihn für die Luftverschmutzung und somit für
die Zunahme des Pkw-Verkehrs äußerst anfällig. Für die
Wasserressourcen des großen rheinischen Grundwasservolumens
stellt die Verschmutzung durch intensiv betriebene
Landwirtschaft und durch industrielle Abfälle eine Bedrohung
dar. Die Landschaften (insbesondere die Weinanbaugebiete)
unterliegen einem starken Druck aufgrund der ausufernden
Siedlungsentwicklung
4. Sechs strategische
Schwerpunkte für den
Orientierungsrahmen
Leitlinien bilden die
Nachhaltigkeit und der Wunsch, dass sich der Oberrhein als
grenzüberschreitender Raum zur Gewährleistung der Kohärenz der
Raumordnungs- und Raumentwicklungspolitik
darstellt.
1. Ein Raum mit
Scharnierfunktion
Die Scharnierfunktion des
Oberrheins in den Bereichen Verkehr und Wirtschaft sollte
gefestigt und auf andere Felder, wie Kultur, Sprache und
Bildung, ausgedehnt werden. Mögliche konkrete Maßnahmen:
Rheinübergreifende "Joint-ventures", ein regionaler,
zweisprachiger Veranstaltungskalender, ...
2.
Eine dezentrale Dreiländer-Metropole
Stärkung
und Ausbau des im Ansatz schon vorhandenen, historisch
entwickelten Städtenetzes nach dem Prinzip der "dezentralen
Konzentration" durch Kooperation und Komplementarität der
Oberzentren im Hinblick auf eine erhöhte Ausstrahlungskraft
und Konkurrenzfähigkeit (funktionale Schwerpunktbildung im
Rahmen eines Städtenetzes) und durch den Ausbau
grenzüberschreitender Verbindungen (neue "Brückenschläge" über
den Rhein hinweg, neue rheinüberschreitende
Querverbindungen).
3. Ein Städtenetz in einer
Gartenlandschaft
Um die große Qualität der
Landschaften im Oberrheingebiet zu schützen und besser zur
Geltung zu bringen, ist es notwendig, die unterschiedlich
geprägten oberrheinischen Raumkategorien in ihrer spezifischen
Form zu erhalten und einer großmaßstäblichen Vereinheitlichung
entgegenzuwirken. Der Rhein als gemeinsames Raum-, Natur- und
Landschaftselement bildet das Rückrat eines "metropolitanen,
regionalen Parks" mit zahlreichen
Quervernetzungen. Maßnahmen: Verstärkt Anpassung der Stadt-
und Dorfentwicklung an die spezifischen Gegebenheiten des
Landschaftsbildes und die Schaffung neuer
"Querungsmöglichkeiten" des Flusses (für den
nichtmotorisierten Verkehr) mit Fähren oder
Fußgängerbrücken.
4. Ein integriertes
Wirtschaftsprojekt
Inhalt dieses Schwerpunktes
ist die Erstellung eines wirtschaftlichen Gesamtkonzepts unter
dem Motto "Technology Valley" mit dem Ziel der Förderung der
heute und in der Zukunft führenden Industriebranchen, mit der
Definition einer koordinierten Marketing- und Angebotspolitik
in Bezug auf Standorte, insbesondere für strategisch wichtige
Funktionen (nach dem Beispiel der Projekte im PAMINA-Raum
"Klub der Wirtschaftsförderer"), mit der Stärkung der
Beziehungen zum Bildungswesen und zur Forschung, um ein
Zusammenwirken mit dem Industriegefüge zu fördern. Dem
Fremdenverkehr soll als Pfeiler eines gemeinschaftlichen
Entwicklungsprozesses eine zentralere Rolle
zukommen.
5. Innerhalb einer
Stunde
Ziel ist eine ausgewogene und
umweltfreundliche Verkehrspolitik mit einer günstigen
Verkehrsverteilung auf die verschiedenen Transportmittel und
mit einer guten Vernetzung der Infrastrukturen. Prinzip für
die Umsetzung: Regiona-le Einrichtungen sollen innerhalb einer
Stunde und städtische Einrichtungen in einer halben Stunde
erreichbar sein. Maßnahmen: Koordination der Fahrpläne und
Tarifgestaltung im öffentlichen Verkehr und Verbesserung der
grenzüberschreitenden Straßenverbindungen.
6.
Eine allgemeine grenzüberschreitende Praxis
Zur
Verwirklichung dieses strategischen Schwerpunkts tragen
folgende zentrale Ideen bei: 1. Grenzüberschreitende
Vernetzung von Institutionen und Gremien, die aufgrund ihrer
Zuständigkeitsbereiche direkten Einfluss auf die Raumordnung
haben (Verkehr, Planung, Wirtschaft, Fremdenverkehr,
...) 2. In diesem Rahmen könnte eine Institutionalisierung
die Kooperation stärken (z.B. ein grenzüberschreitendes
Planungsinstitut, ein Verband zur Verkehrsplanung am
Oberrhein, eine übergeordnete Stelle für Forschung und
Technologie, ein Oberster Rat für Umweltschutz und Risiken,
...).
5. Fazit: Die wichtigste Arbeit liegt
noch vor uns ...
Die Oberrheinkonferenz, die
den Auftrag zu dieser Studie erteilte, möchte die Ergebnisse
auf der politischen Ebene umsetzen. Dafür spricht die
Behandlung dieses Themas während des Dreiländer-Kongresses
1999. Der "Orientierungsrahmen" beinhaltet heute keine
Verbindlichkeiten. Daher kommt der Aufgabe, eine gemeinsame
Zukunftsvision für diesen grenzüberschreitenden Raum zu
entwickeln, eine ganz besondere Bedeutung zu. Die
Mobilisierung aller Akteure für dieses Projekt in Form von
aktiven und dauerhaften Partnerschaften ist eine zentrale
Herausforderung für das Oberrheingebiet in den nächsten
Jahren. Von großer Bedeutung ist auch, allen Akteuren (aus
dem öffentlichen und privaten Bereich) des Oberrheins den
Zugang zu Informationen zu erleichtern, damit sie zu den
verschiedenen Vorschlägen Stellung nehmen können. Betroffen
sind hierbei die Vertreter aller für Städtebau und Raumordnung
zuständigen Gebietskörperschaften, die Planungsstellen, die
wirtschaftlichen und sozialen Ausschüsse bis hin zum einfachen
Bürger.
Redaktion: Colette Koenig, ADEUS,
Strasbourg
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