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Pressecommuniqué
19. Plenum am 6. Dezember
1999
in Strasbourg, Hôtel du Préfet
Strasbourg - Die Raumordnungscharta für den Oberrhein, die
Verknüpfung des TGV Est Européen mit dem ICE, die Kofinanzierung des
TGV Rhin-Rhône durch die Schweiz und der Vierspurausbau der
Eisenbahnverbindung Karlsruhe-Basel - diese Themen standen im
Mittelpunkt des 19. Plenums der Oberrheinkonferenz. Die Sitzung fand
unter der Leitung von Regionalpräfekt Philippe Marland in Strasbourg
statt.
RAUMORDNUNG
- Raumordnungscharta Oberrhein 21
Wenige Tage
nach dem 7. Dreiländerkongress vom 26. November 1999 in Neustadt
a.d.W. würdigte die Oberrheinkonferenz die Unterzeichnung der
Raumordnungscharta Oberrhein 21.
Vor den Herausforderungen
einer nachhaltigen Entwicklung des Oberrheinraumes sowie seiner
sozialen und territorialen Kohäsion werden in der Charta eine
Reihe von Handlungsfeldern entwickelt: Unternehmensgründungen,
Schaffung von Arbeitsplätzen, Aufwertung der vorhandenen
Kompetenzzentren, Lebensqualität für die Bevölkerung,
Verkehrsmittel und Siedlungsstruktur.
- "Lebensraum Oberrheim... eine gemeinsame Zukunft"
Die Charta stützt sich auf das von der
Oberrheinkonferenz erarbeitete Werk mit dem Titel "Lebensraum
Oberrhein... eine gemeinsame Zukunft", das anlässlich des 7.
Dreiländerkongresses der Öffentlichkeit vorgestellt
wurde.
Um einerseits eine breite Verteilung der gewonnenen
Daten und Analysen zu gewährleisten und um andererseits auch eine
Anhörung zu den raumordnerischen Leitlinien zu ermöglichen, wird
die auch im Buchhandel erhältliche Studie den Akteuren in Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft
vorgelegt.
VERKEHR
- TGV
Rhin-Rhône
Die Oberrheinkonferenz begrüsste die am 5. November
1999 erfolgte Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Anbindung
der Schweiz an das französische Hochgeschwindigkeitsverkehrsnetz
und fordert die beiden Regierungen auf, unverzüglich Verhandlungen
über eine Mitfinanzierung des TGV Rhin-Rhône durch die Schweiz
aufzunehmen. Sie fordert die Regierungen Frankreichs, der Schweiz
und Deutschlands auf alles daran zu setzen, dass das Projekt TGV
Rhin-Rhone realisisert wird.
- TGV
Est
In Bezug auf den TGV Est fordert die
Oberrheinkonferenz die Regierungen Frankreichs und Deutschlands
auf sicherzustellen, dass die Ausbauarbeiten zwischen Vendenheim
und Appenweier vor dem Jahre 2006 fertiggestellt werden. Sie
bittet namentlich die deutsche Seite alles daranzusetzen, damit
die Ausbauarbeiten an der Eisenbahnbrücke Kehl in den
Investitionsplan ab dem Jahr 2003 aufgenommen
werden.
- 4-Spur-Ausbau Karlsruhe-Basel / Zulauf zur Neuen
Alpentransversale (NEAT)
Die deutsche
Regierung bewilligt im Investitionsprogramm für den Aus-/Neubau
der Zulaufstrecke zur Neuen Alpentransversale zwischen Karlsruhe
und Basel lediglich Mittel für die Fertigstellung des Abschnittes
von Baden-Baden nach Offenburg in Höhe von 377 Mio. DM. Weitere
4,3 Milliarden DM sind erst für den Zeitraum nach 2002 vorgesehen.
Die Oberrheinkonferenz fordert daher, unverzüglich alle Massnahmen
zur Realisierung des durchgehenden Vierspurausbaus von Karlsruhe
bis Basel und eines neuen Juradurchstichs zwischen Liestal und
Olten/Aarau (Wisenberg-Ost) sowie zum Bau der 2. Rheinbrücke in
Basel einzuleiten oder schon begonnene Massnahmen abzuschliessen.
Diese Massnahmen sollen in enger Abstimmung mit den beiden
Regierungen geplant werden.
ERZIEHUNG UND
BILDUNG
- Oberrheinischen Bildungsserver
Um den Zugang
zu Informationen und die Kommunikation im Bereich der schulischen
Zusammenarbeit zu verbessern, wird die Oberrheinkonferenz bis zum
kommenden Frühjahr die Machbarkeit eines Oberrheinischen
Bildungsservers abklären. Es handelt sich um eine moderierte
Interaktionsplattform für Schulen, Schüler und Lehrer am
Oberrhein.
ARBEIT UND AUSBILDUNG
- EURES
T
Die Oberrheinkonferenz begrüsste die am 27. Juli
1999 erfolgte Bildung eine EURES T Netzwerkes Oberrhein, an dem
die Région Alsace und die Bundesländer Rheinland-Pfalz und
Baden-Württemberg teilnehmen. Das Projekt kam auf Initiative des
Regierungspräsidums Freiburg zustande und ergänzt die Arbeiten des
Expertenausschusses "Grenzgänger" und die Tätigkeit der vier
Informations- und Beratungsstellen
(INFOBEST).
REORGANISATION DER ARBEIT DER
OBERRHEINKONFERENZ
- Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit
Die Delegierten
haben ausserdem die von den früheren Präsidenten der
Oberrheinkonferenz, Dr. Conrad Schroeder und Dr. Hans Martin
Tschudi, initiierten Vorschläge für eine noch zielgerichtetere
Arbeit genehmigt.
In einem Jahresarbeitsprogramm wurden für
das Jahr 2000 vorrangige Arbeitsziele festgelegt: Raumordnung,
Ausbau der Zweisprachigkeit, Konzeption für ein Standortmarketing
Oberrhein, Optimierung des grenzüberschreitenden Verkehrsystems
und Verbesserung der Zusammenarbeit im
Gesundheitswesen.
Die Dauer der Präsidentschaft wurde im
Sinne einer verbesserten Kontinuität von sechs Monaten auf ein
Jahr verlängert. Neben der jährlichen Plenarsitzung wird die
Oberrheinkonferenz künftig eine Fachkonferenz abhalten, die der
vertieften Behandlung von Themen aus den Arbeitsgruppen gewidmet
ist.
Darüber hinaus beschloss die Oberrheinkonferenz, das
Gemeinsame Sekretariat in Kehl zunächst bis zum 31.12.2006
weiterzuführen. Sie anerkennt damit die erfolgreiche Arbeit dieser
am 6. März 1996 gegründeten gemeinsamen
Einrichtung.
- Die
Oberrheinkonferenz im Internet
Die
Oberrheinkonferenz strebt eine bessere Information über ihre
Projekte, Tätigkeit und Arbeitsweise an. Die Homepage ist unter
folgenden Adressen zugänglich: www.oberrheinkonferenz.org /
www.oberrheinkonferenz.de / www.oberrheinkonferenz.ch /
www.conference-rhin-sup.org
- Neue
Präsidentin der Oberrheinkonferenz
Am Ende der
Sitzung trat die Karlsruher Regierungspräsidentin Gerlinde
Hämmerle ihr Amt als neue Präsidentin der Oberrheinkonferenz an.
Das 20. Plenum der D-F-CH Oberrheinkonferenz tritt am 19. Juni
2000 in Karlsruhe zusammen.
TERMINE
- Am 21. Juni
2000 (Fête de la Musique / Fest der Musik) findet auf Initiative
des Landes Baden-Württemberg im Europa-Park in Rust ein
grenzüberschreitendes Jugendmusikfestival statt. Die neue
Präsidentin der Oberrheinkonferenz, Frau Regierungspräsidentin
Gerlinde Hämmerle, wird die Schirmherrschaft übernehmen.
- Ende
September 2000 feiert die deutsch-französisch-schweizerische
Regierungskommission das 25jährige Jubiläum des Bonner Abkommens
von 1975, das der Oberrheinkonferenz ihren institutionellen Rahmen
gibt. Anlässlich der Sitzung der Regierungskommission wird ein
Festakt stattfinden.
- Am 1.1.2001
treten voraussichtlich sieben bilaterale Abkommen zwischen der
Schweiz und der Europäischen Union (Landverkehr, Luftverkehr,
freier Personenverkehr, Forschung, Landwirtschaft, Öffentliches
Beschaffungswesen, technische Handelshemmnisse) in Kraft. Die
Oberrheinkonferenz plant für das kommende Frühjahr
Informationsveranstaltungen über die Inhalte und Auswirkungen
dieser Abkommen für Bürger, Wirtschaft und Behörden am
Oberrhein.
Weitere Informationen: Gemeinsames Sekretariat der
D-F-CH Oberrheinkonferenz Rehfusplatz 11, D-77694 Kehl,
Telefon ++49 (0)7851 93 49 0, Telefax ++49 (0)7851 93 49
50 Internet:
www.oberrheinkonferenz.org E-Mail: info@oberrheinkonferenz.org

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