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Pressecommuniqué
15. Plenum am 8.
Dezember 1997
in Liestal (Kanton
Basel-Landschaft)
Auf Einladung der schweizerischen Delegation und unter
Vorsitz des amtierenden Präsidenten der Oberrheinkonferenz (ORK),
Regierungsrat Eduard Belser (Liestal), fand am 8. Dezember 1997 im
Regierungsgebäude in Liestal das 15. Plenum der ORK
statt.
1.
Die ORK unterstützt die Entwicklung der Zusammenarbeit im
Gesundheitsbereich In einer kartographischen Darstellung
präsentiert die Arbeitsgruppe "Gesundheit" der ORK einen Überblick
über das Angebot möglicher Spezialbehandlungen am Oberrhein. Die
Oberrheinkonferenz strebt die Möglichkeit an, auf
hochspezialisierten Fachgebieten, wie z.B. der Behandlung von
Patienten mit lebensgefährlichen Verbrennungen und Handchirurgie,
grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Zu diesem Zweck wird die
kartographische Übersicht an alle Krankenhäuser in den drei
Ländern übermittelt, die für eine Zusammenarbeit in den erfassten
Fachgebieten in Frage kommen. Im Bereich der Krankenhausplanung
ist ein umfassender Informationsaustausch und in einer späteren
Phase die Zusammenarbeit von Krankenhäusern auf örtlicher Ebene
über die Grenzen hinweg vorgesehen.
2.
Umsetzung der Ergebnisse des 6. Dreiländerkongresses mit den
Schwerpunkten "Wirtschaftsförderung" und
"Wettbewerbshemmnisse" Die Oberrheinkonferenz nimmt die
"Gemeinsame Erklärung" des 6. Dreiländerkongresses "Handwerk und
Gewerbe am Oberrhein - Chancen und Risiken" (Basel, 13./14.
November 1997) entgegen und verabschiedet ein konkretes Programm
zur Umsetzung der darin enthaltenen prioritären Forderungen. Zur
Verbesserung der Zukunftsaussichten für Handwerk und Gewerbe
werden in der Arbeitsgruppe "Wirtschaftspolitik" neu die
Schwerpunkte "Wettbewerbshemmnisse" und "Wirtschaftsförderung"
behandelt. Dadurch soll den Herausforderungen der technologischen
Entwicklung und des wirtschaftlichen Strukturwandels stärker
begegnet werden.
3. Einigung
über die Querverbindungen TGV Rhin-Rhône - ICE/Bahn
2000 Nach langen Diskussionen über die Wünschbarkeit einer
Verbindung zwischen dem TGV Rhin-Rhône (Mulhouse) und dem ICE
(Freiburg i.B.) gelingt es der Oberrheinkonferenz, mit einem
Konsenspapier den politischen Durchbruch in dieser Frage zu
erreichen. Oberste Priorität wird dabei dem vierspurigen Ausbau
der Hauptzulaufstrecke zur Schweizerischen Alpentransversale NEAT,
der Bahnstrecke Karlsruhe - Basel, eingeräumt. Unter der
Voraussetzung, dass dieser Ausbau nicht verzögert wird,
unterstützt die Oberrheinkonferenz die Initiative, eine direkte
Schienenverbindung für den Personenverkehr zwischen Mulhouse und
Freiburg einzurichten.
4. Kultur:
Grünes Licht für den Oberrheinischen Museumspass Das Plenum
der 15. deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz in
Liestal (CH) vom 8. Dezember 1997 hat grünes Licht für die 2.
Phase zur Einführung eines "Oberrheinischen Museumspasses" im
Jahre 1999 gegeben.
Bewilligt
wurde eine von der Arbeitsgruppe Kultur der Oberrheinkonferenz
beantragter und nun dreiseitig finanzierter Kredit von Sfr.
80'000.--, der für die Einführung und Promotion des
"Oberrheinischen Museumspasses" zweckbestimmt ist. Nach der
Einführung des Oberrheinischen Museumspasses erhält die
interessierte Bevölkerung am Oberrhein - zwischen Aarau und
Ludwigshafen ! - gegen eine Jahresgebühr von knapp Sfr. 100.--
freien Eintritt in zahlreiche öffentliche und private Museen und
Sammlungen.
Im Plenum der
Oberrheinkonferenz wurde der Oberrheinische Museumspass als
populäres und zugleich exklusives Projekt ganz im Geiste der
Zielsetzungen der Oberrheinkooperation eingestuft.
5. Neue
Akzente in der Bildungs- und
Jugendpolitik
- Verbund der
Pädagogischen Hochschulen und lehrerbildenden Stätten am Oberrhein
zur Ausbildung von zweisprachigen Lehrern
(EUREGIO-Lehrer)
Die Oberrheinkonferenz stimmt dem im
Rahmen der Arbeitsgruppe "Erziehung und Bildung" erarbeiteten
Entwurf einer Rahmenvereinbarung für einen Verbund der deutschen,
französischen und schweizerischen Lehrerbildungseinrichtungen am
Oberrhein zu. Dieser ermöglicht es, "EUREGIO-Lehrer" mit
entsprechenden sprachlichen und kulturellen Zusatzkompetenzen
auszubilden und das Angebot im Bereich des zweisprachigen
Unterrichts an den Schulen am Oberrhein nachhaltig zu verbessern.
Die Rahmenvereinbarung soll nach Prüfung durch die zuständigen
Stellen zu Beginn des Jahres 1998 unterzeichnet werden. Die
Oberrheinkonferenz verleiht ihrem Wunsch Ausdruck, dass das
trinationale Projekt in das Konzept einer deutsch-französischen
Hochschule aufgenommen wird.
- Einsetzung
einer ständigen Arbeitsgruppe "Jugend"
Die
Oberrheinkonferenz anerkennt die Bedeutung des Themas "Jugend" und
richtet eine ständige Arbeitsgruppe ein, die sich längerfristig
mit diesem Querschnitts-Thema beschäftigt. Hauptthemen der
Arbeitsgruppe "Jugend" bilden: Möglichkeiten zur finanziellen
Unterstützung von grenzüberschreitenden Jugendprojekten, Neue
Medien (Multimedia, Internet), Jugendaustausch.
6. Erste
Phase des "Raumordnerischen Orientierungsrahmen für den
Oberrhein" In der ersten Phase dieses Projekts wurde eine
umfangreiche Bestandsaufnahme erarbeitet, die gemeinsam erhobene
und aufgearbeitete Daten zu Planungsgrundlagen, zur Bevölkerung,
zu wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen, zur
Infrastruktur und zur Umwelt- und Siedlungsentwicklung im
trinationalen Oberrheinraum enthält. Die Oberrheinkonferenz setzt
Schwerpunkte für die künftige Projektarbeit und die Entwicklung
von Teilszenarien, die im Laufe des Jahres 1998 vom Plenum
behandelt werden, um dadurch den Verwaltungen künftig eine bessere
Beurteilung der Entwicklungen im Mandatsgebiet der
Oberrheinkonferenz zu ermöglichen.
7.
Erstmaliger Bericht über "Grossemittenten am Oberrhein" Die
Arbeitsgruppe "Umwelt" legt der Oberrheinkonferenz erstmals einen
Bericht vor, der Aufschluss über Grossemittenten (d.h.
genehmigungsbedürftige Anlagen, deren Emissionen 150 t/Jahr
übersteigen) am Oberrhein gibt und dabei die Emissionen von
Schwefeldioxid, Stickoxiden und flüchtigen organischen Stoffen und
Stäuben statistisch zusammenfasst (für das Jahr 1994).
Als neuer
Präsident der Oberrheinkonferenz hat turnusgemäss
Regionalpräfekt Patrice Magnier sein Amt angetreten. Das 16.
Plenum der Oberrheinkonferenz findet am 5. Juni 1998 in Frankreich
statt.
Weitere Informationen: Gemeinsames Sekretariat der
D-F-CH Oberrheinkonferenz Rehfusplatz 11, D-77694 Kehl,
Telefon ++49 (0)7851 93 49 0, Telefax ++49 (0)7851 93 49
50 Internet:
www.oberrheinkonferenz.org E-Mail: info@oberrheinkonferenz.org

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